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- Aua, das tut sich doch keiner freiwillig an... vor 22 Wochen 5 Tage
- Wenn man da nicht schnell genug rangehen kann...Tötende Blicke vor 22 Wochen 5 Tage
- crank der Ton ist nur geil vor 1 Jahr 3 Wochen
- genial vor 1 Jahr 17 Wochen
- ich liebe diesen klingelton vor 1 Jahr 20 Wochen
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Ein iPhone in Berlin
Zum iPhone ist nun langsam wirklich alles gesagt worden. Engadget machte den Anfang mit einem Dreiteiler, Ars Technica legte einen 15-Teiler (inkl. Autopsie) nach und auch Gizomodo liess sich mit seinem 12.000 Worte Review nicht lumpen. Es gibt Das iPhone Musical und Das ganz ganz schlechte (dafür aber auch kurze) iPhone Musical. Frei erfundene Statistiken belegen, dass 87% aller Videos bei YouTube direkt oder indirekt mit dem iPhone zu tun haben. Warum also noch ein iPhone Artikel? Ganz einfach: weil ich die Gelegenheit hatte etwa eine Stunde lang mit dem iPhone herumzuspielen.Jonathan, einigen vielleicht noch in Erinnerung durch seine unvergessliche PowerPoint-Karaoke-Perfomance auf der re:publica, Jonathan schrieb mir eine Mail, ob ich nicht Lust hätte ein iPohne mal selbst in der Hand zu halten. Er sei gerade frisch aus New York in Berlin, noch bis 14 Uhr, dann gehts weiter nach München. Also musste ich so schnell wie möglich nach Mitte, iPhone anfassen.Ich möchte die Gelegenheit nutzen Jonathan noch mal zu danken. Ich kann mir nach zwei Monaten New York wirklich was schönere vorstellen, als mit einem Typen der die ganze Zeit nur sabbernd auf mein Telefon starrt im Café zu sitzen.I-hich ha-at-te ein iPhone in der Hand uh-und ihr ni-icht.Hier könnte der Artikel zu Ende sein, alles andere ist eigentlich schon gesagt.Dieses scheiß Telefon ist schon sehr, sehr sexy. Es ist definitiv hosentaschentauglich. Es ist breiter und ein wenig höher als die meisten anderen Telefone, dafür aber auch dünner. Die fast komplett schwarze Vorderseite wird umrahmt von einem Chromring - viel weiter kann man Design nicht mehr reduzieren. Eine einzige Taste auf der Vorderseite (die übrigens wirklich eine Taste und kein Sensor ist) führt jederzeit ins Menü zurück. Von Hinten dagegen fand ich das iPhone geradezu hässlich. Die Antenenabdeckung ist aus schwarzem Plastik, das Apple Logo ist irgendwie zu groß und wirkt fehlplatziert.Die Software dagegen ist ein Traum. Dieses iPhone ist ja kein Vorführgerät, sondern im täglichen Einsatz. Da sind nicht nur ein paar U2 Songs drauf und die New York Times ist nicht die einzig eingestellte Homepage. Ich bin fest davon ausgegangen, dass da einige Dinge ruckeln würden oder eben nicht so funktionieren wie auf der Apple Homepage präsentiert. Und tatsächlich, beim sanften scrollen durch die Fotosammlung hakte die Bewegung mitunter. Nicht lang, für Zehntelsekunden, nichts was den Ablauf stört, einfach nur eben … nicht ganz perfekt. Der Rest: schon.Google Maps auf diesem kleinen Gerät stellt alles in den Schatten, was ich jemals in der Richtung gesehen habe. Klar, Google Earth kann mehr. Theoretisch. In der Praxis ist diese Maps Anwendung unglaublich. Das Kartenmaterial lädt sehr schnell, zoomen und bewegen ist absolut intuitiv, die Suche ist schnell.Zum YouTube Programm gibt es nicht viel zu sagen, außer dass die Videos deutlich schneller laden als in der normalen Webversion. Die Wartezeiten auf ein Video lagen bei etwa einer Sekunde. Instant.Safari, der Browser ist selbstverständlich das Beste, was es jemals auf einem Telefon zu sehen gab. Das am Häufigsten vermisste Feature ist Flash. Das zeigt, wie hoch Apple die Latte mit dem iPhone gelegt hat: war man bisher schon glücklich eine Seite überhaupt halbwegs auf dem Telefon aufzubekommen, ärgert man sich nun, dass das Flashvideo nicht läuft.Ein Knackpunkt beim iPhone ist natürlich die Tastatur. Ich kann jeden verstehen, der das Tippen auf diesen winzigen Tasten hasst. Und ich glaube jedem, der mit ein wenig Übung schnell tippen kann. Beim Tippen ist es ein himmelweiter Unterschied, ob das iPhone die intelligente Autokorrektur nutzen kann. Notizen auf (englisch) zu tippen ging auf Anhieb relativ gut, wenn ich mich dazu zwang der Korrektur zu vertrauen. “spreeblick” im Browser einzutippen ist dagegen das Grauen - zumindest wenn man überhaupt keine Übung hat.Bei all der Schönheit die sch wirklich, wirklich durch alle Bereiche zieht - selbst der Taschenrechner sieht aus wie geleckt – hat das iPhone natürlich noch seine Macken. Es ist quasi das iPhone 1.0. So erzählte mir Jonathan zum Beispiel von regelmäßigen Abstürzen wenn man iPod und Safari gleichzeitig nutzt. Videopodcasts haben nur Ton und kein Bild, wenn man sie unter “Podcasts” antippt. Wenn man auch ein Bild dazu will, muss man sie schon im Videobereich auswählen. Programme von Drittherstellern gibt es im Augenblick noch gar nicht. Ich bin mir sehr sicher, dass sich das noch Ändern wird – vermutlich ist die für Eigenentwicklungen nötige API noch nicht fertig.Es ist unglaublich, was Apple mit dem iPhone geschaffen hat. Bis gestern mochte ich mein technisch hervorragend ausgestatetes Telefon eigentlich noch ganz gern. Doch seit ein paar Minuten hasse ich es geradezu wegen seiner umständlichen Bedienung. Das iPhone ist nicht das Telefon für den technisch versierten High-Tech Junkie, das iPhone ist ein Telefon für Leute, die von ihrem Telefon nicht mal sonderlich viel erwarten, diese Funktionen aber auch nutzen wollen. Und das perfekt einfach.


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