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heise mobil - Handy & PDA: Berührt geführt
Apples iPhone: iPod, Handy, PDA und Surfpad in einem GerätBild 1 [150 x 150 Pixel @ 14,4 KB] Für Musik und Video geeignete Mobilfunkgeräte gibt es zuhauf, doch diese Funktionen bleiben oft ungenutzt, weil die Geräte zu unbequem bedienbar sind. Mit Multitouch-Screen und einem neuartigen Bedienkonzept verspricht Apples iPhone ein um Klassen besseres Multimedia- und Internet-Erlebnis.Auf so ein Gerät hat der Markt gewartet: Schon am ersten Wochenende nach dem Verkaufsstart in den USA konnte Apple mehrere hunderttausend Exemplare absetzen. Wir erstanden drei Exemplare des Top-Modells mit 8 GByte für einen ersten Test. Fraglich ist, ob die iPhones für den deutschen Markt baugleich sein werden. Man munkelt von UMTS-Technik, die dem US-Modell fehlt. Das deutsche Modell soll kurz vor Weihnachten herauskommen – einem unbestätigten Bericht zufolge für 450 Euro mit T-Mobile-Vertrag.Nach erfolgter Freischaltung sucht das per USB an den PC angeschlossene iPhone selbstständig nach E-Mail-Einstellungen, Kontakten, Terminen und iTunes-Medien. Es verwendet die Daten von Outlook, Entourage, Yahoo-Webmail oder aus den Mac- und Windows-Standard-Adressbüchern. Web-Favoriten gleicht es mit Safari oder dem Internet Explorer ab. Schon nach kurzer Zeit ist das iPhone bereit für alle wesentlichen Aufgaben, ohne dass der Nutzer unnötige Abfragen beantworten muss. Kontaktdatenbank, Kalender und E-Mail-Konten lassen sich mühelos ohne viel Vorwissen benutzen.Gut bedientApple hat beim Bedienkonzept ganze Arbeit geleistet: Ein sachter Fingertipp auf eines der kleinen quadratischen Symbole führt zur jeweiligen Anwendung. Scrollen, Menüs auswählen, vergrößern – mit sanften Berührungen des kapazitiven Touchscreens sind alle Vorgänge flugs erledigt. Die Bedienung vermittelt ein Gefühl angenehmer Leichtigkeit und erfolgt trotz der kleinen Abmessungen erstaunlich präzise. Die hübsch animierten Menüs und die intuitive Bedienoberfläche bereiten dem Nutzer Spaß beim Entdecken neuer iPhone-Applikationen – das Handbuch ist überflüssig. Durch Listen, Aufzählungen und Dateien scrollt man mit einem leichten Fingerstrich in die gewünschte Richtung, worauf die Elemente den Bildschirm hinauf- oder herabfließen. Nach einiger Gewöhnung klappt auch die Texteingabe per Touchscreen-Keyboard relativ flott. Mit dem dicken Daumen vertippt man sich allerdings häufig – da hilft auch die englische Textkorrektur wenig. Natürlich hinterlässt man Fingerabdrücke auf der glatten Oberfläche, das beigelegte Putztuch wird wirklich gebraucht.Das Display nimmt fast die ganze Frontfläche ein, die einzige daneben verbliebene Taste führt jederzeit zurück ins Hauptmenü. Wegen des weiten Blickbereichs und seiner hohen Leuchtkraft (345 cd/m2) lässt sich das Display bei allen Lichtverhältnissen gut ablesen, obwohl es spiegelt. Ein Lichtmesser passt die Helligkeit an die Umgebung an; beim Telefonieren schaltet sich das Display ab. Schwenkt man das iPhone vom Hoch- ins Querformat, registriert das ein Sensor, und bei einigen Applikationen drehen sich die Bildinhalte mit.AnzeigeBei maximaler Helligkeit spielt das iPhone ein H.264-Video über vier Stunden lang ab. MP3-Musik erklingt ohne Display-Beleuchtung über 19 Stunden aus dem Ohrhörer.Die Sprachqualität beim Telefonieren ist nur befriedigend, Stimmen klingen dumpf. Beim Freisprechen per mitgeliefertem Kabel-Headset oder dem eingebauten Lautsprecher versteht man den Gesprächspartner etwas besser. Auch während eines Telefonats kann man andere Applikationen starten – ein Blick ins Adressbuch ist also auch während eines Gespräches möglich.


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